Namibia

von Kathia Gatterer

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Für das heurige Jahr habe ich mir was ganz besonderes vorgenommen Ich möchte eine Reisegruppe in das Land entführen, dass mich ganz und gar fasziniert und begeistert hat: NAMIBIA.
Auf meiner Reise im Januar 2005 durfte ich 2 Wochen lang dieses wunderschöne Land der Gegensätze besichtigen. Normalerweise zieht es mich mehr in Gebiete, die antike Hochkulturen vorweisen können und deren Zeugnisse noch heute zu besichtigen sind. Doch bei Namibia war es anders.

Ursprünglich sollte die Reise mit meiner Reisepartnerin nach Südafrika gehen, doch wir haben uns dann für Namibia entschieden, weil uns andere von diesem Land vorgeschwärmt haben. Was mich dort erwartete oder was ich zu erwarten hatte, wusste ich damals noch nicht. Alles was ich damals mit Namibia verband waren Tiere und Savanne und so musste ich mir einen Reiseführer kaufen, der mich etwas aufklären sollte. Tja, leider bin ich nie dazu gekommen, den Reiseführer vor meiner Abreise zu lesen, und so trat ich die Reise mit immer noch ungewissen Vorstellungen an, aber mit einer Erwartung auf unbestimmt Neues.

In Windhoek angekommen, haben wir nach dem Check in im gebuchten Hotel sofort einen Rundgang durch die Stadt unternommen. Und mein erster Eindruck war voller Begeisterung, denn ich habe selten eine so saubere „Großstadt“ gesehen. Ich war schlichtweg hingerissen von den netten Gebäuden in der Innenstadt, von den Menschen mit Ihren Kleidern in den tollsten Farben und natürlich auch von den Geschäften, die wunderschöne Andenken anboten. So habe ich mir Namibia nie und nimmer vorgestellt und es sollte noch besser kommen. 

Am nächsten Tag ging die Reise dann los gegen Norde, Richtung Etosha Nationalpark. Doch wir sollten schon vor Ankunft im Etosha die Möglichkeit haben, verschiedene Tiere aus Namibia kennen zu lernen, und hautnah zu sehen. Man kennt ja alle Tiere bereits aus dem Zoo und aus dem Film, aber die Tiere in freier Wildbahn zu beobachten, ist was ganz anderes. Der elegante Gang einer Giraffe, der stolze Blick eines Straußes oder die schlanke und doch gefährliche Natur eines Gepards, das erlebte ich anders, schöner, aber leider nicht mit Worten zu beschreiben. Und obwohl ich von Kleintieren oder Echsen bei uns zu Hause panische Angst habe, so war ich von der Schönheit dieser Tiere in Namibia ganz angetan.

Doch es ist nicht nur die faszinierende Tierwelt, die mir das Herz immer wehmütig macht, wenn ich Bilder aus Afrika sehe oder mich daran erinnere, es ist vielmehr der Einklang, den die Natur als Ganzes ausstrahlt. Der Einklang eines großen Landes, dass doch so facettenreich ist und das ich gerne mit einem Mosaik vergleiche. Jedes Steinchen ist anders, immer etwas Kleines und doch unerlässlich, um etwas Großes zu schaffen, etwas Schönes und das ist Namibia.

Von der weiten Etosha-Pfanne kamen wir ins Damaraland, das über ein ganz besonderes Licht verfügt. Worte sind nie stark genug, um die Natur zu beschreiben, aber es ist, als wäre der Regenbogen in dieses Land gefallen und hätte alles in ein buntes Lichte gehüllt: Mal in Grüntönen, einen Teil in Azurtönen und den anderen in ein schimmerndes Rosarot. An diesem Abend hat es zum ersten Mal Springbock zum Essen gegeben. Ich bin zwar kein Feinschmecker, aber sicherlich habe ich auch einen etwas verwöhnten Gaumen und mein Urteil war, dieses Abendessen war einfach super Klasse.

Unsere Reise führte uns auch weiter an die Atlantikküste, wo wir die Robbenkolonien zu Gesicht bekommen haben. Ich kann nur sagen: super toll niedlich, laut und ein Gestank zum Erbrechen, aber die Armen können ja nichts dafür. Auf alle Fälle lohnt sich der Anblick, auch wenn man die Kleidung, die man am heutigen Tag getragen hat, besser für den Rest der Reise im Rucksack verstaut.

Und dann kamen wir nach Swakopmund, dem Erholungsort der Bevölkerung Namibias am Meer, dem Ort, wo es deutsche Bäckereien gibt, dem Ort, wo die Häuser mit Stacheldraht umzäunt sind und dem Ort, der einem eine Idylle zu spüren geben will, obwohl die Apartheit dort noch fortdauert. Mir gab Swakopmund viele Denkaufgaben, über Schein und Sein, über das Warum vieler Zustände und leider habe ich bis heute keine Antwort auf meine Fragen gefunden. Aber es fehlen wohl auch die geschichtlichen Kenntnisse und das eigene Erleben, der Missstände, die leider auch in Namibia zum Alltag gehören. Zum Glück haben wir aber auch in Swakopmund viel Tolles erlebt und dazu gehört auch der Flug über die Dünen. Fast alle hatten sich zu diesem fakultativen Ausflug angemeldet und dann ging es ab zu den Abflugspisten. Tja, ich muß gestehen, ich habe beim Fliegen noch nie Angst gehabt, aber hier war ich froh, wieder Boden unter meinen Füßen gespürt zu haben. Als Co-Pilot saß ich neben unserem „Steuermann“ und plötzlich setzten sich die Knüppel vor mir in Bewegung. Und die Tür zu meiner Seite, die war gar nicht richtig geschlossen. Ich denke heute noch daran, wie panische Angst ich an Bord hatte und doch war es ein riesiges Abenteuer und im Nachhinein ist es lustig darüber nachzudenken.

Unsere nächste Etappe gehört für mich heute noch zu einer der schönsten und zwar ging es ab in die Namib Wüste mit Ihren atemberaubenden aprikotfarbenen Dünen. Der bekannteste Teil der Namib ist Sossusvlei. Um dorthin zu gelangen mussten wir ziemlich früh aufstehen, denn bereits um 08.00 Uhr gab es in der Wüste schon um die stolzen 30°. Wir sind aber schon in den frühen Morgenstunden mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt worden und haben auch das schöne Schauspiel von Licht und Schatten bei den Dünen erleben dürfen. Das Schönste für mich war aber der Aufstieg bei den Dünen von Sossusvlei. Es war enorm anstrengend, denn ein Schritt nach vorne, war ein halber Schritt zurück, aber vier von unserer Gruppe haben es dann doch geschafft und wir sind von einem unbeschreiblichen Ausblick belohnt worden.

Die Reise bracht uns dann auch noch nach Kolmanskop, der Geisterstadt von Namibia, die vom Sand mehr und mehr eingenommen wird. Die Nachkommen der damaligen Siedler haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Stadt zu erhalten, und der Nachwelt zu zeigen. Viele Bilder zeugen vom damaligen Reichtum der Menschen hier, die Erzählungen unserer dortigen Führung, eine Dame, die eine Nachkommin der früheren Siedler ist, zeigte mir aber eine Armut im Gedankengut gegenüber der ureinheimischen Bevölkerung. Auch hier ist das Gedankengut der Apartheit noch sehr tief verwurzelt.

Fish River Canyon war natürlich auch ein Teil unserer Besichtigung und auch der Köcherbaumwald. Besonders der Fish River Canyon hat mich interessiert, aber der Aufenthalt war zu kurz, um sich der Größe und Schönheit dieses Canyons bewusst zu werden, der bereits vielen Touristen zum Verhängnis wurde.

Unser Reiseverlauf endete wieder in Windhoek, wo wir uns natürlich nochmals in die Stadt begaben, um dort die letzten Souvenirs zu holen, bevor wir dann am nächsten Tag nach Hause flogen.

Namibia besteht aber natürlich nicht nur aus Natur, aus schönen Tieren, aus schönen Blumen und Bäumen, aus Seen und Dünen, sondern auch aus wunderbaren Menschen, die mich mit Ihrer Offenheit sehr fasziniert haben. Die Menschen sind hier sehr unterschiedlich und können nicht als ein Volk von Namibia zusammengewürfelt werden. Da gibt es die sehr stolzen Herero, die für Ihre Rinderzucht bekannt sind, da sind die Ovambo und Caprivianer im Norden Namibias, die Damara in der Mitte und die San, die Urbevölkerung von Namibia, um nur einige zu nennen. Doch die faszinierendste Bevölkerung für mich sind die Himba. Leider habe ich nur zwei Himba Frauen und deren Mann beim Verkauf von eigenen Waren gesehen, aber das hat bereits gereicht um zu wissen, dass ich dieses Volk unbedingt besuchen will und zwar mit Ihnen. Ich hoffe die Erlaubnis des Stammesführers zu erhalten, um Ihnen zu zeigen, wie die Himba in Lehmhütten leben, wie sie sich mit der rötlichen Farbe anmalen, welche Rituale Sie haben und wie sich ein ganz normaler Tagesablauf im Leben eines Himba abspielt.

Ich weiß nicht, ob ich es mit meinen Worten geschafft habe, Ihnen die Faszination, die ich für dieses Land empfinde, zu vermitteln. Aber wie ich schon erwähnt habe, so glaube ich, dass Worte nie stark genug sind, um die Natur zu beschreiben und so freue ich mich schon sehr auf November 2006, wo ich die Möglichkeit habe, Ihnen Namibia hautnah zu zeigen.

Ihre Kathia

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